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Chi Ball – Die Kugel der Meridiane oder der Duft ist rund!

Alles begann damit, dass eine australische Tänzerin ständig müde war. Tatsächlich erkrankte Monica Linford in den 90er-Jahren am Chronic-Fatigue-Syndrom und begann, nach Wegen zu suchen, ihre körperliche Mattheit zu überwinden und ihre Leistungsfähigkeit – auch die des Geistes – wieder in gewohnte Höhen zu treiben. Ganz weltoffene Australierin entwickelte sie ein kulturelles Trainingsgemisch, das fernöstliche Philosophie mit rhythmischer Sportgymnastik sowie Pilates und Feldenkrais mit Farb- und Aromatherapie verband.

Bewusst gegen den Geschwindigkeitsrausch westlicher Fitness- und Aerobictendenzen aufbegehrend, gelten beim Chi Ball keine Tempo- oder sonstigen Vorgaben, entscheidend ist ausschließlich das eigene Taktgefühl. Der Ansatz ist ganzheitlich, neben speziellen Bewegungsabläufen werden mit Hilfe der farbigen, aromatisierten Bälle besonders die Sinne angesprochen. Jeder Ball hat seinen eigenen Duft. Gelb erfrischt Seele und Nase mit Zitrone, der orange duftet nach eben solcher und schenkt Ruhe und Geborgenheit, grün erinnert an Geranie und soll mutig stimmen, während die Farbe Lila Lavendel verströmt und Spiritualität und Hingabefähigkeit fördert.

Erst die Verbindung unterschiedlichster Bewegungs- und Wahrnehmungsformen vermögen den Erfolg von Chi Ball zu erklären: Tai Chi und Qi Gong aktivieren die Selbstheilungskräfte, Yoga fördert Kraft und Beweglichkeit, Pilates stärkt die Rumpfmitte und Feldenkrais verbessert das Bewegungs- und Körpergefühl.
Dazu kommt die meditative Tiefenentspannung, die in Verbindung mit der Farb- und Aromatherapie gleichermaßen körperliche wie geistige Anspannungen lösen soll.

Ein Ausflug ins Lebensenergiekonzept (Chi) der traditionellen chinesischen Medizin würde an dieser Stelle zu weit führen. Nur so viel: Wer mit Hilfe von Chi Ball eine Blockade des Dünn- und Dickdarm-Meridians überwinden konnte, wird der kleinen Kugel dankbar sein.

Und noch ein nicht zu unterschätzender Vorteil: Durch den Trainingsraum weht bis zum Schluss ein sanfter Hauch von Zitronengras oder Lavendelholz, nicht aber der markante Duft eines Pumakäfigs, der so oft die Bewegungsfreude beeinträchtigt. Allein das ist doch schon viel wert!

Lars Lucke


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